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      Harnack-Medaille

      Harnack-Medaille der Max-Planck-Gesellschaft

      Die Harnack-Medaille wurde seit 1924 nur 34 Mal verliehen, davon 10 Mal durch die Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft (1924-1936) und 23 Mal durch die Max-Planck-Gesellschaft (1953-2017). Erstmals verliehen ?für besondere Verdienste um die Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft“ wurde sie im Dezember 1925 an den protestantischen Theologen Adolf von Harnack, den Mitbegründer und ersten Pr?sidenten der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft (KWG). Der Entwurf stammte von dem Bildhauer Georg Kolbe (1875-1947) und zeigt auf der einen Seite der Medaille das Profil Harnacks, auf der anderen den Wahlspruch des Theologen ?Spiritus Creator“ sowie die Minerva, die Beschützerin der Wissenschaften. Erst 1953, nach 16-j?hriger Pause, nahm die Max-Planck-Gesellschaft (MPG) unter ihrem damaligen Pr?sidenten Otto Hahn diese Tradition wieder auf. Das Vorschlagsrecht liegt laut Statut beim Pr?sidenten der Gesellschaft, der auch die Verleihung vornimmt. Es ist die h?chste Auszeichnung der MPG, "mit deren Verleihung man sehr zurückhaltend sein müsse", wie Adolf Butenandt 1965 dem Senat gegenüber betonte. 

      Neben weiteren ehemaligen Pr?sidenten sowie besonderen Wissenschaftlerpers?nlichkeiten der KWG und sp?ter MPG wurden auch zahlreiche Industrielle mit der Harnack-Medaille geehrt, wie der Berliner Bankier Franz von Mendelsohn (1932), der sich als Schatzmeister bei der Finanzierung der KWG besonders in der Inflation verdient gemacht hatte, oder der einflussreiche Chef der I.G. Farben Carl Duisberg (1934), der ma?geblich zur Gründung der Kaiser-Wilhelm-Institute für Chemie und für Kohlenforschung beitrug ebenso wie zur Schaffung des Harnack-Hauses in Berlin. 1970 ehrte die Max-Planck-Gesellschaft den Aufsichtsratsvorsitzenden der BASF Carl Wurster mit der Harnack-Medaille, der für die MPG zun?chst als Senator und dann ab 1960 als Vizepr?sident t?tig gewesen war, ebenso wie 14 Jahre sp?ter Hans L. Merkle, der Vorsitzende der Gesch?ftsführung der Robert Bosch GmbH.

      Auch Wissenschaftspolitiker wie Kurt Birrenbach (1981), der sich um die Verbesserung der Beziehungen zwischen Ost und West sowie mit Israel verdient gemacht hatte, oder die beiden Pr?sidenten des Weizmann Instituts, der israelische Biochemiker und Immunologe Michael Sela (1996) sowie der israelische Physiker Haim Harari (2001), die sich unermüdlich um den Wissenschaftleraustausch zwischen Deutschland und Israel bemühten, wurden mit der Harnack-Medaille geehrt. Und nicht zuletzt erhielten auch drei ehemalige Bundespr?sidenten, die besonders zum Ansehen der Max-Planck-Gesellschaft in der ?ffentlichkeit beigetragen haben, die Harnack-Medaille – nach Theodor Heuss (1959) und Heinrich Lübcke (1964) war es 1990 Richard von Weizs?cker. Sie alle traten für die Autonomie dieser Forschungsorganisation ein, die seit 1911 immerhin 35 Nobelpreistr?ger*innen in ihren Reihen aufweisen kann und damit weltweit zu den erfolgreichsten Wissenschaftsorganisationen in der naturwissenschaftlichen Grundlagenforschung z?hlt.

      Tr?ger der Harnack-Medaille

      • Angela Merkel, 2021
      • Peter Gruss, 2017
      • Hermann Neuhaus, (posthum) 2008
      • Lu Yongxiang, 2006
      • Hubert Markl, 2004
      • Haim Harari, 2001
      • Hans F. Zacher, 1998
      • Michael Sela, 1996
      • Heinz A. Staab, 1996
      • Reimar Lüst, 1993
      • Richard von Weizs?cker, 1990
      • Hans Merkle, 1984
      • Kurt Birrenbach, 1981
      • Walther Gerlach, 1974
      • Adolf Butenandt 1973, in Gold 1983
      • Carl Wurster, 1970
      • Alfred Kühn, 1965
      • Heinrich Lübke, 1964
      • Otto Heinrich Warburg, 1963
      • Georg Schreiber, 1962
      • Erich Kaufmann, 1960
      • Theodor Heuss, 1959
      • Otto Hahn 1954, in Gold 1959
      • Gustav Winkler, 1953
      • Ludwig Prandtl, 1936
      • Albert V?gler, 1936
      • Carl Duisberg ,1934
      • Gustav Krupp v. Bohlen und Halbach, 1933
      • Max Planck, 1933
      • Franz v. Mendelssohn, 1932
      • Carl Correns, 1932
      • Friedrich Schmidt-Ott, 1929
      • Fritz Haber, 1926
      • Adolf v. Harnack, 1925

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